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Workshop “Gegenöffentlichkeit, Spontibewegung und Gründung des Stadtmagazins Pflasterstrand”

3. Oktober @ 14:00 – 18:00
Kostenlos
Liebe Freunde und Freundinnen des Archivs der Revolte,

unser Archiv bereitet derzeit eine neue Ausstellung vor – nach der erfolgreichen Ausstellung zur Geschichte des Frankfurter „Häuserkampfs“ (1970-1974), die 2020 zu sehen war.

Jetzt geht es um die Entstehung und Geschichte der Sponti-Zeitschrift „Pflasterstrand“, die vor 50 Jahren das Licht der Welt erblickte. Was hat unser Interesse an der Geschichte des „Pflasterstrands“ geweckt, dessen Nullnummer im Herbst 1976 erschien?

Vorausgegangen war eine Krise in der Sponti-Bewegung: Die politischen Interventionen des „Revolutionären Kampfs“ waren an ein Ende gekommen; die Betriebsintervention bei Opel Rüsselsheim wurde (nach und nach) eingestellt – der „Häuserkampf“ im Frankfurter Westend, in dem die Spontis eine wichtige organisierende Rolle gespielt hatten, erlitt 1974 angesichts der gewaltsamen Räumung des Blocks Bockenheimer Landstraße / Schumannstraße eine folgenreiche Niederlage – Hausbesetzungen als offensive Aktionen ließen sich nicht einfach fortsetzen.

Gleichwohl existierte in der Stadt eine breite oppositionelle (Sponti-)Bewegung jenseits der linken Organisationen (SB, K-Gruppen), eine sich erweiternde Infrastruktur. Die „Scene“ entstand und entwickelte, und Anfang 1976 entstanden dann auch 2 Stadtmagazine für Frankfurt: Die AZ (Andere Zeitung) und die Hauptwache. Fehlte da ein noch ein Stadtmagazin der Spontis? Die „Sponti-Führung“ sah es wohl so. Im Dezember erschien die Nr. 1 des Pflasterstrands, herausgegeben von Dany Cohn-Bendit.

Mit dem Pflasterstrand (PS) sollte die Breite der Bewegung „von Makrobioten bis zu den (bewaffneten) Revolutionären Zellen“ deutlich machen.

Wie wurde aus diesem PS, dem Magazin der Linksradikalen, dem Bistumsblatt, der Zeitschrift für Träumer ein wichtiges Blatt der Selbstverständigung in der Frankfurter Stadtgesellschaft, mit großer Wirkung auch in die Provinz, von Pirmasens bis Fulda.

Zur Vorbereitung der Ausstellung laden wir zu einem Workshop ein, auf der Suche nach dem Strand, der sich unter dem Pflaster befindet.

Wir planen die Vorstellung und Diskussion der Themen- und Konfliktfelder, die in der Ausstellung lebendig werden sollen, die dieses Jahrzehnt des Umbruchs am Beispiel des Pflasterstrandes ausmachen: Ökologiebewegung & Militanz, staatliche Gewalt und Bürgerbewegung, Erziehung und Geschlechterverhältnisse u.v.a.

Wir stellen das Ausstellungskonzept vor und wünschen uns eine lebhafte, kritische und produktive Diskussion mit Euer/Deiner Teilnahme.

Wir laden ein zum Workshop

Gegenöffentlich herstellen!
1976 erscheint der Pflasterstrand

Samstag, 3. Oktober 2026
Café Rabe | Jordanstraße 3
Beginn: 14 Uhr. Ende: 18:00

Um Anmeldung wird gebeten! info@archiv-der-revolte.de

Workshop mit Anmeldung, Teilnehmer:innenzahl auf 25 Personen begrenzt.

Details

  • Datum: 3. Oktober
  • Zeit:
    14:00 – 18:00
  • Eintritt: Kostenlos
  • Veranstaltungskategorien: ,

Veranstaltungsort

Veranstalter

  • Archiv der Revolte
  • Institut für Selbstorganisation e.V.